Schulklassen

Schulklassen auf der Jugendfarm Freiberg/Rot

Die Jugendfarm wird jährlich von ca. 20-25 Schulklassen der Klassenstufen 1-6 besucht. Wir sind grundsätzlich allen Altersstufen von 6 bis 12 Jahren gegenüber aufgeschlossen und richten uns hier in erster Linie nach der Nachfrage der Lehrkräfte.

Als sinnvollen zeitlichen Rahmen betrachten wir einen Zeitraum von 2,5 Stunden pro Farmbesuch. Aus organisatorischen Gründen (die Fütterungszeit unserer Tiere ist täglich um 9:00 Uhr) bieten wir die Zeit von 10:00-12:30 Uhr (Mittwoch bis Freitag) an. Dieser Zeitraum ist erforderlich, um zum einen die Vielfältigkeit des Farmangebotes vermitteln zu können, zum anderen, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich in Ruhe umzuschauen, verschiedenen Bereiche kennen zu lernen und selbst entscheiden zu können, welches Angebot sie an diesem Vormittag verstärkt wahrnehmen möchten.Folgende Bereiche können die Kinder nach Absprache kennen lernen und nutzen:

Feuerstelle

Die Kinder haben die Möglichkeit, unter Anleitung ein Lagerfeuer vorzubereiten und abbrennen zu lassen. Gefördert wird hierbei das handwerkliche Geschick im Umgang mit Werkzeug, sowie Rücksichtnahme und Vorsicht beim Umgang mit dem Grundelement Feuer. Das Backen von Stockbrot sowie Grillen ist ebenso möglich.

Bauspielplatz

Auch hier haben die Kinder die Möglichkeit, ihre handwerklichen Fähigkeiten beim Umgang mit Hammer, Nägeln, Säge und Brecheisen zu erproben und gestalterisch beim Bau oder der Instandhaltung einer Hütte tätig zu werden. Gruppenprozesse werden gefördert, Absprachen untereinander sind notwendig und gemeinsames Tun ist Voraussetzung, um zu einem befriedigenden Ergebnis zu gelangen. Um die Unfallgefahr so gering wie möglich zu halten, bieten wir diesen Bereich nur bei trockenem Wetter an.

Kleintierbereich

Wir halten eine kleine Herde Ziegen, Hühner, Enten, Kaninchen und Meerschweinchen. Wir haben die Erfahrung gemacht, das für viele Stadtkinder der erste Kontakt zu Tieren überhaupt bei uns auf der Farm stattfindet. Die erste Scheu beim Anfassen der Tiere zu überwinden fällt vielen Kindern nicht leicht und gelingt auch nicht immer beim ersten Besuch. Unter Anleitung lernen die Kinder die Tätigkeiten kennen, die für die Versorgung der Tiere wichtig sind. Das ist in erster Linie das Füttern sowie das Kennenlernen unterschiedlicher Futtermittel. Welches Stadtkind kann wohl noch Heu von Stroh unterscheiden und weiß, welches Futter für Enten, Ziegen oder Kaninchen das richtige ist?

Auch beim Ausmisten der Ställe können die Kinder mit einbezogen werden und wir können auch hier beobachten, dass es vielen Kindern zunächst nicht leicht fällt, sich mit dem „Stallgeruch“ auseinander zu setzen.

Großtierbereich

Zur Zeit leben auf der Farm zwei Zwergesel und fünf Ponys, vom kleinen Shetlandpony bis zum kräftigen Haflinger. Unsere Ponys werden tagsüber offenstallähnlich gehalten. Sie können ihrem natürlichen Drang nach Bewegung auf unserem großen Reitplatz jederzeit nachkommen und ihren Bedürfnissen nach sozialen Kontakten nachgehen. Diese Haltungsform fördert die Ausgeglichenheit unserer Ponys und ist Voraussetzung für die Bewältigung der von uns gestellten Anforderungen an sie. Im Gegenzug sind unsere Ponys nicht immer die saubersten, da sie sich vorzugsweise freiwillig in den Regen stellen und im Sand wälzen. Dies gehört jedoch nach unserer Einschätzung zu einer artgerechten Tierhaltung dazu!

Der Ausbildungsstand unserer Ponys ist unterschiedlich und reicht von „altgedienten“ und mit allen Situationen vertrauten sehr zuverlässigen Ponys bis hin zu jüngeren Tieren, welche von uns langsam an ihre Aufgaben im Farmbetrieb herangeführt werden und somit insbesondere für Schulklassen, das heißt für die Arbeit mit Kindern, die über keine Vorkenntnisse verfügen, nur begrenzt einsetzbar sind.

Das Reiten stellt nach wie vor einen sehr großen Anziehungspunkt im Farmgeschehen dar. Voraussetzung hierfür ist jedoch immer die Stallarbeit und die Pflege der Ponys. Diese Reihenfolge ist logisch und für fast alle Kinder nachvollziehbar, da ein schmutziges Pony nicht gesattelt werden kann, und auch die täglich anfallenden Mengen an Pferdemist in Stall und Auslauf beseitigt werden müssen.

Folgende Bereiche können die Kinder rund ums Pferd unter Anleitung kennenlernen:

Das Ausmisten der Pferdeställe

Die Kinder lernen den Umgang mit Mistgabel, Schaufel und Rechen kennen. Hier ist Koordination und Körperbeherrschung ebenso gefordert wie Umsicht und Rücksichtnahme beim Umgang mit diesen langstieligen Werkzeugen. Auch hier will der erste Kontakt mit dem ,,Stallduft“ verkraftet sein. Das Fahren der beladenen Schubkarre

auf dem langen Weg zum Misthaufen stellt für viele Kinder eine Herausforderung da, bei der das Ausprobieren und das richtige Einschätzen der eigenen Kraft im Vordergrund steht.

 

Das Reiten

In der Regel machen Kinder die zum ersten Mal auf einem Pferd sitzen die Erfahrung, dass das Pferd sie sicher trägt, auch wenn sie zunächst unsicher und ängstlich auf ihm sitzen. Die Kinder lernen, sich beim Reiten ständig den Bewegungsimpulsen des Pferdes anzupassen, um im Gleichgewicht zu bleiben. Die Reize, die das Pferd bei jedem Schritt übermittelt, stellen besonders bei Kindern mit motorischen und geistigen Defiziten eine hervorragende Möglichkeit dar, den Gleichgewichtssinn, die Koordinationsfähigkeit von Bewegungsabläufen sowie die Reaktionsfähigkeit der Kinder zu fördern. Beim Reiten in schnelleren Gangarten kann das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten bei Kindern mit mangelndem Selbstbewusstsein gestärkt werden. Hingegen werden Kinder, die meinen, sie könnten sowieso alles, beim Traben sehr schnell an ihre Grenzen stoßen und diese akzeptieren müssen.

Anmeldung

Haben wir Ihr Interesse für einen Farmbesuch mit Ihrer Schulklasse geweckt?

Gerne können Sie mit uns einen Termin vereinbaren. Schicken sie uns dazu entweder eine E-mail oder rufen Sie uns einfach unter Tel. 07 11/840 22 15 an.

Auf Grund der hohen Nachfrage insbesondere in den Sommermonaten bitten wir um frühzeitige Anmeldung.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!!!

 

Freiberg/Rot e.V. in Stuttgart